Sprechen Sie uns an

Sie haben Fragen, die Sie auf dieser Seite nicht beantwortet finden?

Tel.: +49  8024 46772 - 0

info(at)eddylab.de

Induktive Sensoren (LVDT)

Als Spezialist für Weg-, Abstands- und Positionsmesstechnik möchten wir, die eddylab GmbH, Ihnen auf dieser Seite die Technologie der induktiven Sensoren (LVDT) näher bringen und die Möglichkeiten und Vorteile unserer Wegaufnehmer erläutern. Dies soll Ihnen als Kunde helfen, den richtigen Sensor für Ihre Anwendung zu finden und durch das Verständnis der Grundlagen und charakteristischen Eigenschaften dieser Sensorart einen bestmöglichen Betrieb sicherstellen.

Funktionsweise von induktiven Sensoren (LVDT)

Ein LVDT (Linear Variable Differential Transformer) ist ein analoger Sensor zur Wegmessung. Im Inneren arbeitet ein Spulensystem, bestehend aus einer Primärwicklung und zwei Sekundärwicklungen und wandelt die lineare Bewegung in ein elektrisches Signal.

Von der Elektronik, auch Trägerfrequenzmessverstärker genannt, wird die Primärspule mit einer Wechselspannung gespeist. Ein ferromagnetischer Kern, der im Inneren der rohrförmigen Spulen sitzt und üblicherweise mit dem zu messenden Objekt verbunden ist, induziert Spannung in die Sekundärspulen (Usec).

In der Mittelposition ist der Betrag von Sekundärspule 1 und Sekundärspule 2 gleich groß und hebt sich damit auf. Wird der Kern aus der Mitte herausbewegt, steigt die Spannung in der Spule, in dessen Richtung der Kern verschoben wird. In der anderen Spule sinkt die Spannung (s. Abbildung).



Das Verhältnis dieser Spannungen wird von der Elektronik differentiell ausgewertet und üblicherweise in ein normiertes Ausgangssignal (0...10 V, 4...20 mA, etc.) transformiert. Innerhalb des spezifizierten Messbereiches weisen LVDT-Sensoren eine sehr gute Linearität auf. Die Erweiterung des Messbereichs ist oftmals möglich unter Berücksichtigung einer stärkeren Linearitätsabweichung.

Aufbau von LVDT's

Der ferromagnetische Kern besitzt ein Innengewinde, über das eine sogenannte Kernverlängerung aus antimagnetischem Material montiert wird. Dieser Stößel wird in der Regel an dem sich bewegenden Objekt befestigt und läuft berührungslos im Sensor. Alternativ kann ein LVDT auch mit einer Stößellagerung ausgeführt werden.

Die dritte und zugleich beliebteste Bauform ist der Federtastmechanismus. Über eine im Sensor integrierte Präzisionslagerung und Rückstellfeder kann so auf Objekte gemessen werden, an denen es nicht möglich oder gewünscht ist, eine Bohrung zur Stößelmontage anzubringen. Das Außengehäuse aus rostfreiem Edelstahl oder verchromtem Stahl dient zugleich als magnetische Abschirmung gegenüber externen Störeinflüssen. Zusätzlich kann das Spulensystem mit einer speziellen Abschirmfolie umwickelt werden.

Primär- und Sekundärwicklungen werden je nach Anforderung unterschiedlich ausgeführt. Das untere Bild zeigt eine Langspule in Lagenwicklung, mit der sich sehr gute Linearitäten erreichen lassen. Andere Wickeltechniken bieten zum Teil einen einfacheren Aufbau, was fertigungstechnische Vorteile bringt, oder können ein besseres Verhältnis aus Spulenlänge und Messbereich aufweisen. Das Spulensystem kann als elektrische Halb- oder Vollbrücke geschaltet werden. Alle eddylab LVDT Sensoren werden grundsätzlich als Vollbrücke gebaut. Dies bringt große Vorteile bei der Kompensation von Temperaturfehlern (geringer Temperaturkoeffizient) und macht das Messsystem unempfindlich gegenüber äußeren Störeinflüssen (EMV).


 Schematischer Aufbau eines LVDT

 

Betriebsarten von LVDT's

LVDT´s der eddylab GmbH werden idealerweise mit einer eddylab Auswerteelektronik, oder Trägerfrequenzmessverstärker genannt, betrieben. Dies garantiert beste Performance und stellt für den Kunden die schnellste und einfachste Möglichkeit dar, einen induktiven Sensor zu installieren. Selbstverständlich ist sowohl der Betrieb als AC-Version ohne Messverstärker möglich, als auch der Anschluss an eine Elektronik eines Fremdherstellers.

Die eddylab Produktphilosophie schreibt vor, empfindliche Bauteile aus dem Sensor zu entfernen, um möglichst robuste Sensoren zu erhalten, die Vibration, Schock und extremer Temperatur widerstehen.

Sogenannte DC-LVDT´s mit integrierter Elektronik haben oftmals eine obere Betriebstemperatur von nur +85°C und weisen einen höheren Temperaturkoeffizienten auf (Änderung des Ausgangssignals in Folge von Temperaturänderung ohne Bewegung des Kerns). Unsere LVDT´s hingegen können standardmäßig bis 120°C dauerhaft betrieben werden, optional sind Geräte bis 200°C und 230°C erhältlich.

Der Messverstärker findet geschützt Platz im Schaltschrank oder wird integriert in das Sensoranschlusskabel als Kabelelektronik. Darüber hinaus bietet eine externe Elektronik weitere entscheidende Vorteile:

  • nachträgliche Anpassung von Nullpunkt und Verstärkung an die Applikation bzw. Ausgleich von Einbautoleranzen
  • kürzere Sensorbauform, da Platz für Platine entfällt
  • erweiterter Funktionsumfang: Einstellung der Trägerfrequenz, Kompensation der Phasenverschiebung, Variation der Filterstruktur und Ausgangssignale (4...20 mA, 0...20 mA, 0...10 V, 0...5 V, 0,5...4,5 V, ±5 V, ±10 V), Kabelbrucherkennung, etc.

Im Sensorgehäuse integrierte Messverstärker sind einfacher aufgebaut. Sie bieten den Vorteil der „All-in-one“-Lösung und geben direkt ein analoges Signal aus. Es wird kein zusätzlicher Platz für eine Elektronik benötigt und bei großen Stückzahlen bieten sich Kostenvorteile.

Einsatzgebiete für LVDT's

LVDT´s sind durch ihre vielfältigen Bauformen fast universell einsetzbar. Unter Laborbedingungen werden sie gerne zur Qualitätsüberwachung eingesetzt, in Maschinen zur kontinuierlichen Überwachung der Fertigung.

Ihr volles Potential schöpfen sie jedoch bei anspruchsvollen Anwendungen aus. Typisch sind hier Applikationen, bei denen es auf hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit ankommt (Militär, Luftfahrt, Turbinen, Kraftwerke, Fabrikautomation, etc.).

Die Robustheit in Bezug auf Störempfindlichkeit, extreme Betriebstemperaturen, schnelle Temperaturwechsel und Vibrationen qualifizieren sie für anspruchsvolle Anwendungen in allen industriellen Bereichen. Hohe IP-Schutzklassen und hochwertige Gehäusematerialien wie Edelstahl und Titan machen Applikationen unter Wasser möglich. Unbeschadet überstehen diese Wegaufnehmer auch den Kontakt mit aggressiven Chemikalien, beispielsweise zur Reinigung oder Desinfektion in Maschinen zur Lebensmittelproduktion bzw. Verpackungsanlagen. Die druckdicht konstruierten Versionen werden zur Steuerung und Regelung in Hydraulikzylindern, Servoventilen und Pneumatikzylindern eingebaut.

Weitere Applikationsbeispiele für induktive Sensoren von eddylab GmbH finden Sie hier

Eigenschaften von induktiven Sensoren

Technische Spezifikationen von induktiven Sensoren lassen sich in weiten Grenzen verschieben durch Anpassung der Konstruktion, die sorgfältige Auswahl der verwendeten Materialien und eingesetzten Fertigungstechnologien. Unabhängig davon ändern sich die grundlegenden herausragenden Eigenschaften des LVDT Messprinzips jedoch nicht:

  • Durch das differentielle Messprinzip werden Störungen „herausgefiltert“ (Differentialdrossel).
  • Das absolute Messprinzip dieser Sensoren ist ein großer Vorteil gegenüber inkrementellen Wegaufnehmern. Selbst nach einem Ausfall der Spannungsversorgung ist die Sensorposition immer eindeutig. Es muss keine Referenzmarke angefahren werden, um die Position zu bestimmen.
  • Das berührungslose Messprinzip ohne Kontakt zwischen Spule und Kern ist „verschleißfrei“ und verspricht bei der Ausführung mit freiem Stößel eine theoretisch unendliche mechanische Lebensdauer. Berührend messende Sensoren wie Linearpotentiometer haben hier einen entscheidenden Nachteil. Der fortwährende Kontakt zwischen Schleifer und Leiterbahn begrenzt deren Lebensdauer merklich.
  • LVDT´s weisen eine sehr gute Linearität bzw. geringe Linearitätsabweichung auf. Typisch sind 0,20 bis 0,30 % vom Messbereich. Auf Wunsch sind hier natürlich auch geringere Werte erzielbar.
  • Im Fall des ungelagerten Stößels entsteht im Sensor keinerlei mechanische Reibung. Die Auflösung ist hier theoretisch unendlich fein und wird nur begrenzt durch das Rauschverhalten des Messkreises (vornehmlich der Elektronik).
  • Induktive Sensoren reagieren ausschließlich auf axiale Verschiebungen des Kerns. Gegenüber radialem Versatz des Stößels, der bei außermittigem Einbau oder nicht hundertprozentig geradliniger Bewegung des Messobjektes auftreten kann, sind die Wegaufnehmer unempfindlich und das Ausgangssignal wird nicht beeinflusst.

Bauformen unserer LVDT's

Die eddylab GmbH bietet LVDT Sensoren mit Messbereichen von ±1 mm (2 mm) bis zu ±300 mm (600 mm) an. Das Standardprogramm teilt sich in vier verschiedene Baureihen auf und stellt sicher, für fast jede Anwendung ein passendes Messsystem anbieten zu können:

  • Die Standardserie SM mit Edelstahlgehäuse und einem Gehäusedurchmesser von 12 mm kann als Variante mit freiem Stößel, gelagertem Stößel oder Federtaster ausgeführt werden. Offene Bauformen mit durchgehender Sensorbohrung eignen sich für extreme Verschmutzungen. Alle Geräte können mit festem Kabelausgang oder M12 Steckverbinder in radialer oder axialer Richtung ausgestattet werden. Der Federtastmechanismus bietet zusätzlich einen Spanndurchmesser von 8 mm und kann durch den Einsatz eines Faltenbalges vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt werden. Alternativ steht eine Variante mit kombiniertem Abstreif- und Dichtring zur Verfügung. Beispiele der SM-Serie:



  • Die unverwüstliche SL-Serie trotzt härtesten Bedingungen durch die komplette Edelstahlausführung und einem äußerst robusten Stößel mit 8 mm Durchmesser. Die eddylab GmbH bietet neben der Ausführung mit freiem Kern, einen kompletten Stößel, einen gleitgelagerten Stößel sowie eine Bauform mit Gelenkköpfen an. Letztere Variante bietet eine einfache Installation und gleicht durch die Gelenkköpfe Einbautoleranzen (z. B. radialer Versatz) aus und ermöglicht gleichzeitig Anwendungen, die beispielsweise einer kreisförmigen Bewegung folgen. Beispiele der SL-Serie:


  • Mit der SL-T-Serie präsentiert eddylab eine Sensorvariante mit robuster Federtastmechanik: Dank einer im Sensor integrierten Präzisionslagerung und Rückstellfeder kann so auf Objekte gemessen werden, an denen es nicht möglich oder gewünscht ist, den Stößel direkt zu befestigen. Dabei garantiert die Kombination aus dem hartverchromtem Stößel mit 6 mm Durchmesser und der Präzisionslagerung in einem Edelstahlgehäuse mit 20 mm Durchmesser höchste Belastbarkeit – gerade auch in Bezug auf Kräfte, die seitlich auf den Stößel einwirken. Mit der Erweiterung der Messbereiche bis hin zu 300 mm und dem Angebot von drei Funktionsvarianten ermöglicht die SL-T-Serie von eddylab eine noch breitere Anwendungsvielfalt: Während bei der Sensorvariante mit Federtastmechanismus eine integrierte Zugfeder dafür sorgt, dass der Stößel ausfährt, sind speziell für automatisierte Messungen zwei pneumatisch aktivierte Bauformen erhältlich, deren Stößel nach Anlegen von Druckluft wahlweise ein- oder ausfahren. Beispiele der SLT-Serie:

 


  • Die Hydraulikserie HYD ist für den Zylindereinbau konzipiert. Der Sensorkörper ragt bis auf den Montageflansch in den Hydraulikzylinder und widersteht Drücken von bis zu 400 bar. Mit diesen Sensoren zur Erfassung der Kolbenposition lässt sich eine Regelung der Zylinder realisieren. Beispiele der Serie SM-HYD:

 

 


  • Zur Bestimmung der Position bei Drücken bis 150 bar in Hydraulik- oder Pneumatikzylindern sowie Servoventilen bietet sich die F18-Serie an. Die Sensoren bieten ebenfalls einen Gewindeflansch zum Einschrauben. Im Gegensatz zur HYD-Serie befindet sich bei dieser Bauform der Großteil des Sensorgehäuses außerhalb des Zylinder bzw. Ventils. Die F18-Serie ist auch als Federtaster lieferbar, so dass lediglich eine Montagebohrung für den Flansch gefertigt werden muss. Beispiele der Serie SM-HYD-F18:


Die SLX-Serie leitet sich von der SL-Serie ab und wurde speziell für den Einsatz in Applikationen der Pharma-, Medizin- und Lebensmittelindustrie optimiert. Zur Reduzierung von Maschinenstillstandszeiten sind heutzutage CIP und SIP („cleaning in place“, „sterilisation in place“) Reinigungs- und Sterilisationsvorgänge Stand der Technik. Hierzu wird der Maschineninnenraum thermisch und/oder chemisch mit hoher Temperatur, Druck und aggressiven Medien gereinigt. Für den Einsatz in diesem Bereich sind die Geräte der SLX Serie perfekt gerüstet und garantieren dank äußerst robuster Konstruktion, einem komplett abgedichteten Edelstahlgehäuse sowie hoher Medien- und Temperaturbeständigkeit höchste Zuverlässigkeit und Lebensdauer.



Der Trägerfrequenz-Messverstärker DEEneo wurde von eddylab speziell für den Betrieb von induktiven Sensoren nach dem LVDT-Prinzip (Vollbrücke) entwickelt. Die Elektronik übernimmt die Sensorversorgung und wandelt das Sensorsignal mit Hilfe eines Mikrocontrollers in ein normiertes, analoges Ausgangsignal.

DEEneo unterstützt den Betrieb aller handelsüblichen LVDT-Sensoren. 



DEEneo - universeller Messverstärker für LVDT Sensoren


Der DEEneo-ISC Inline Signal Converter LVDT ist ein ins Sensorkabel integrierter Messverstärker und ist konzipiert für den Betrieb von LVDT Wegaufnehmern mit festem Kabelausgang oder 4-poligem M12-Steckerausgang.



Der LVDT Digitalcontroller von eddylab, an den wahlweise ein oder zwei Sensoren angeschlossen werden können, verbessert die Linearität von induktiven Wegaufnehmern jetzt erheblich. Der digitale Controller konditioniert, digitalisiert und linearisiert das Sensorsignal und gibt es als Spannungs- oder Stromsignal sowie über CAN-Bus oder USB-Schnittstelle aus. Die Messwerte des LVDT Digitalcontrollers können mithilfe der speziell von eddylab entwickelten Analysesoftware  eddyMOTION visualisiert und konfiguriert werden.


Die Vorteile unserer Sensoren

Bei allen eddylab Sensoren können Sie sich auf Präzision bis in den Submikrometerbereich verlassen.
Bei der Entwicklung der induktiven Wegaufnehmer wurde großer Wert auf folgende Eigenschaften gelegt:

  • hohe Genauigkeit und sehr gute Linearität
  • Wiederholgenauigkeiten im Bereich von bis zu 0,1 µm
  • Einsatz in anspruchsvollen Anwendungen durch extern untergebrachte Elektronik
  • kompakte Bauformen mit günstigem Verhältnis von Messbereich / Gehäuselänge
  • unzählige Konfigurationsmöglichkeiten zur optimalen Anpassung an Applikationen
  • sehr guter Temperaturkoeffizient
  • zahlreiche Signalausgänge, Kabelbrucherkennung und vielfältige Einstellmöglichkeiten an Extern- oder Kabelelektronik
  • komplett kalibrierte Messkette inkl. rückführbarem Kalibrierzertifikat

Installations- und Warnhinweise

  • Sensor und Kabel bilden mit der Elektronik ein rückführbar justiertes und kalibriertes Messmittel. Bitte beachten Sie, dass durch Veränderungen am Kabel oder der Elektronik (Justage) diese Kalibrierung seine Gültigkeit verliert. Die Zuordnung Sensor-Elektronik entnehmen Sie bitte dem Kalibrierprotokoll oder der Aufschrift am Gerät, gekennzeichnet über die Seriennummer. Vertauschen Sie nicht die Kanäle. Sollte ein Kürzen oder Verlängern des Kabels notwendig sein, so nehmen Sie bitte einen erneuten Feinabgleich der Elektronik vor. Generell gilt, dass ausschließlich geschirmte Kabel verwendet werden und die Kabellänge zwischen Sensor und Elektronik so kurz wie möglich sein sollte, um den Einfluss von externen Störquellen zu minimieren.
  • Verlegen Sie das Kabel geschützt und vermeiden Sie die Kabelführung an scharfkantigen Objekten. Ein gequetschtes oder anderweitig beschädigtes Kabel kann das Signal verfälschen oder den Sensor unbrauchbar machen, falls Medien in das Kabel eindringen und sich darin ausbreiten.
  • Vermeiden Sie Zug und Torsion des Kabels. Drehen Sie niemals Sensoren in Halterungen ein oder aus, ohne das Kabel vorher von Befestigungen zu lösen.
  • Kernverlängerungen (im Fall der Variante „Anker / freier Kern") dürfen nicht aus ferromagnetischem Material bestehen. Aluminium und Messing sind ebenfalls unbrauchbar. Wir empfehlen Ihnen, einen austenitischen Edelstahl (1.4301, 1.4571) oder Titan zu verwenden. Bitte beachten Sie, dass einige Metalle wie 1.4305 durch die Bearbeitung einen Restmagnetismus aufweisen können und dadurch das Messergebnis beeinflussen. Kunststoffe sind prinzipiell geeignet, weisen jedoch oft eine unzureichende Festigkeit sowie einen hohen Temperaturausdehnungskoeffizienten auf.
  • Schützen Sie die Elektronik vor Feuchtigkeit und Nässe.
  • Versuchen Sie nicht, den Sensor zu öffnen. Dies führt zum Verlust des Garantieanspruches und könnte den Sensor zerstören.
  • Die Standardsensoren sind nicht für den Betrieb in stark radioaktiv belasteter Umgebung geeignet .
    eddylab GmbH bietet Sondervarianten für diese Einsatzbereich an. Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse.
  • Spannen Sie die Sensoren der SM-Serie auf dem Außendurchmesser. Eine Klemmung über einen geschlitzten Montageblock (s. Zubehör SM-Serie) lässt eine axiale Verschiebung des Sensorkörpers zu und vereinfacht somit ungemein den Einbau des Sensors und die Einstellung des Nullpunktes respektive Messbereichsanfangs. Das Fixieren des Sensorgehäuses mittels radialem Gewindestift (Madenschraube, Schraube) ist dank robustem Aufbau problemlos möglich. Bei der Verwendung von Stahlschrauben wird jedoch das Gehäuse oftmals beschädigt, so dass ein axiales Verschieben oder die Demontage erschwert wird. Wenn sich nur diese Befestigungsmöglichkeit bietet, empfehlen wir den Einsatz von Messing- oder Kunststoffschrauben. Die Federtaster der SM-Serie können alternativ über den Klemmbund mit 8 mm Durchmesser befestigt werden. Bitte Verwenden Sie für das Einschrauben des Stößels mit Außengewinde Schraubensicherung (z. B. Loctite 243) oder die mitgelieferte Kontermutter.
  • Beim Einbau von Sensoren der SL-Serie gelten ebenfalls die Hinweise der SM-Serie. Für Geräte mit Gelenkköpfen empfehlen wir als Gegenstück Bolzen der Toleranz ø8g7. Die Gelenkköpfe sind wartungsfrei und müssen nicht nachgeschmiert werden.
  • Für Wegaufnehmer der HYD und F18-Serie muss das Einschraubgewinde des Gegenstücks nach DIN ISO 6149 ausgeführt werden, um die Druckdichtigkeit zu gewährleisten.

     


Abb: Beispiel Einbau Hydraulikzylinder

Einbauhinweise Elektronik

  • Die Externelektronik DEEneo ist für DIN-Schienenmontage im Schaltschrank konzipiert. Wählen Sie daher einen trockenen und vorzugsweise temperaturstabilen Ort für die Installation der Elektronik wie z. B. Schaltschränke, Klemmkästen, Umgehäuse und dgl.
  • Bitte achten Sie auf den richtigen Anschluss der Versorgungsspannung zum Gerät. Ein versehentliches Anschließen der Versorgungsspannung am Signalausgang könnte das Gerät zerstören.
  • Verdrahten Sie die Versorgungsleitung, Sensorleitungen und Ausgangsleitungen, bevor Sie die Versorgungsspannung zum Gerät einschalten. Bitte beachten Sie die getrennte Verlegung aller Versorgungs- und Signalleitungen von energieführenden Leitungen wie Zu- und Ableitungen von Umrichtern und Antrieben, Leitungen von Öfen und getakteten Geräten sowie Generatorleitungen und dgl., um Störungen im Signalverlauf zu vermeiden.
  • Bitte verwenden Sie nach Möglichkeit geschirmte Versorgungsleitungen und legen Sie den Schirm einseitig zur Vermeidung von Erdschleifen auf. Achten Sie auf die richtige Versorgungsspannung.

Kabelbrucherkennung

Die Elektronik DEEneo verfügt über eine integrierte Kabelbrucherkennung, die auf einer Impedanzmessung der Primärspule des LVDT‘s basiert. Wird das Sensorkabel durchtrennt, ändert sich die Impedanz an der Elektronik unabhängig von der Kernstellung und die Kabelbrucherkennung wird ausgelöst. Voraussetzung ist hierzu die Durchtrennung der Anschlüsse der Primärspule des Sensors. Ein Teilbruch lediglich der Anschlüsse zu den Sekundärspulen aktiviert diese Funktion nicht. Zur Nutzung der Kabelbrucherkennung wird bei DEEneo ein alarmgebendes Gerät (Signalleuchte, akustischer Warngeber) an Klemme 13 (Alarm S2) angeschlossen oder die Klemmen mit einem Alarmeingang einer Steuerung (SPS) verbunden.

 

Normalbetrieb

 

 

  • Die „FUNCTION-LED“ leuchtet grün.
  • Der analoge Signalausgang ist aktiv.
  • Der Alarmausgang ist deaktiviert.

 

Kabelbruch

  • Im Fall eines Kabelbruchs wird der Alarmausgang aktiviert.
  • Die „FUNCTION-LED“ signalisiert rot-blinkend den Fehlerfall.
  • Der analoge Signalausgang wird deaktiviert. Es wird kein Strom- oder Spannungssignal ausgegeben.

 

Zubehör

​Die eddylab GmbH bietet umfangreiches Zubehör für seine induktiven Sensoren (LVDT) an, das speziell auf die einzelnen Serien abgestimmt ist. Neben universellem Sensor-Zubehör wie Anschlusskabeln, Verlängerungsleitungen und Steckverbindern, umfasst das LVDT-Zubehör insbesondere Tastköpfe, Faltenbälge und diverses Montagezubehör.​

Tastköpfe:

Für LVDT-Sensoren mit Federtastmechanismus bietet eddylab auswechselbare Tastköpfe mit M2,5-Gewinde an. Diese ermöglichen durch unterschiedliche Geometrien Messungen in engen Bohrungen oder verteilen die Federkraft auf größere Flächen. Die Tastköpfe sind in verschiedenen Materialien erhältlich:

  • Stahl: Standardvariante, geeignet für die meisten Anwendungen.​

  • Hartmetall: Mit Hartmetall bestückte oder mit einer Hartmetallkugel versehene Messspitzen, die deutlich weniger Verschleiß aufweisen.​

  • Rubin: Deutlich härter und verschleißfester als Stahl, elektrisch nicht leitend, geeignet für alle Anwendungen außer beim Tasten auf Aluminium und Gusseisen.​

  • Keramik: Vergleichbare Eigenschaften wie Rubin, jedoch ideal für Anwendungen auf Aluminium und Gusseisen.​

Faltenbalg:

Der Faltenbalg schützt die Sensormechanik vor Staub und Verschmutzung und wird bei Wegaufnehmern mit Federtastmechanismus der Serie SM eingesetzt. Ein Set umfasst neben dem Faltenbalg alle notwendigen Befestigungsringe für eine sichere Montage und kann sowohl zur Nachrüstung als auch als Ersatzteil verwendet werden.​

Montagezubehör:

Für eine einfache und komfortable Installation der Sensoren bietet eddylab verschiedene Klemmmechanismen an:​

  • Fußklemmstücke: Ermöglichen eine Montage des Sensors im 90°-Winkel zur Befestigungsebene.​

  • Flanschklemmstücke: Ermöglichen eine parallele Installation des Sensors zur Befestigungsebene.​

Diese Klemmstücke sind in verschiedenen Varianten und Materialien erhältlich, angepasst an die Durchmesser der induktiven Sensoren, und ermöglichen eine beschädigungsfreie Montage sowie einfache Demontage oder axiale Justierung des Sensors.

CONNECT WITH eddylab
YouTube YouTube Instagram